Vier von Sieben und viel Apfelsaftschorle

Dieser Beitrag ist Teil 4 von 8 der Serie Westerwald 2016

Westerwälder Seenplatte

Heute waren wir echt faul. Bis jetzt gerade mal 10+4km und 22767 Schritte, das ist Negativrekord in diesem Urlaub. Aber am vierten Hitzetag war die Motivation im Keller. Also sind wir direkt zur Westerwälder Seenplatte gefahren, da es dort es viel Wasser gibt.

16-09-14Westerwald02In Dreiborn angekommen, haben wir uns einen Wanderparkplatz gesucht und auch gleich gegenüber dem Golfplatz gefunden. Auf dem GPS hatte ich mir eine Runde rausgesucht. Allerdings sind wir die dann doch nicht gelaufen. Auf dem Weg stieß ich neben gefühlten 100 anderen Wanderwegschildern auf den16-09-14Westerwald03 Wegweiser „7-Weiher-Weg“. Klang gut, ich beschl0ss, dass das ein Wanderrundweg ist, der ca. 10 km lang ist. Später habe ich ihn im Internet gefunden. Das mit dem Rundweg stimmt, aber für Radfahrer, er wäre 35km lang gewesen, hätten wir uns nicht offensichtlich 2x „verlaufen“, ohne es zu merken. So wurde es ein 4 Weiher Weg, und ähnelt eher einem Lasso als einem Rundweg. Dafür sind wir die schönste Strecke durch den Wald direkt am Weiher entlang 2x gelaufen, einmal hin und einmal zurück.

16-09-14Westerwald05Shadow war ganz angetan von dem Weiher und ist auch gleich mehrfach rein: kühle von unten und jedem Menge Enten, die ihm aber zu diesem Zeitpunkt zu weit weg waren.

16-09-14Westerwald11Von dem Weiher ging es weiter zum nächsten, der deutlich kleiner ist, aber dafür fehlt auch jeglicher Tourismus dort. Also deutlich romantischer.

Danach bekamen wir es so gänzlich unvorbereitet mit Kultur zu tun. Jede Menge Freilandskulpturen (vgl. Bildergalerie oben). Für die Shadow wenig Interesse zeigte. Allerdings war er ganz angetan davon über eine vom Morgentau noch feuchte Wiese mit hohem Gras toben zu dürfen, wir wir zwischen drei Skulpturen überqueren musste.

16-09-14Westerwald17Am besten hat mir die Mamuschka gefallen. Größenmäßig muss die mindestens 50 Töchter in sich verbergen. Wenn man die alle nebeneinander aufstellt, kann man damit einen Hektar komplett abdecken.

16-09-14Westerwald30Nach dem kulturellen Highlight kamen wir nach Steinebach an der Wied. Der Ortskern ist ganz nett. Insb. die architektonische Umsetzung des Ortsnamens. Auch wenn sich Shadow weniger für die Schönheit der Architektur als für ihrem rein praktischen Nutzen begeisterte.

Nach Steinebach ging es den Berg rauf, aber außer einem netten Gespräch mit einem älteren Ehepaar, dass früher auch einen Husky hatte, passierte nicht mehr viel bis wir wieder an dem großen Weiher waren.

16-09-14Westerwald32Dort angekommen, saßen zwei schwarze Enten nahe dem Ufer auf einem Stein. Ich überlegt, ob ich sie fotografieren sollte, da es fast wie eine Skulptur wirkte. Shadow überlegte in der Zeit offensichtlich auch: sollte er es riskieren oder nicht. Er entschied sich für das Risiko, stürmte über die Steine ins Wasser und sprang auf den Stein, auf dem die Enten gesessen hatten. Die befanden sich zu diesem Zeitpunkt erwartungsgemäß bereits 10 m weiter mit viel Getöse im Sinkflug. Shadow sprang … und hätte fast schwimmen müssen. Aber statt entsetzt sofort wieder raus zu kommen, watete er noch etwas hin und her. So tief ist er noch nie freiwillig im Wasser geblieben. Danach hatte er sichtlich gute Laune, hatte er mich doch vor den Enten gerettet.

Danach sind wir dann in ein Cafe gefahren, dass ich zwei Apfelsaftschorlen später fluchtartig verlassen habe, als Bus mit 10.000 Jahren Lebenserfahrung auf Rollatoren eintraf und die komplette Außenterrasse in Beschlag nahm.

Also sind wir schon um 13:30 zu unsere heutigen Unterkunft gefahren, wo ich wieder Apfelsaftschorle getrunken habe.

16-09-14Westerwald34Abends haben wir noch eine kleine 4km Runde gemacht und damit endete dann der Tag und es ging zum Abendessen.

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