Motivation

Dieser Beitrag ist Teil 1 von 6 der Serie Jakobsweg Rheinland

Wie bereits beim Rhein-Maas-Weg ist mir auch bei diesem Projekt von Anfang an bewusst gewesen, dass Santiago woanders liegt, insbesondere nicht östlich von Aachen aus gesehen. Die Begründung für diesen Weg in genau dieser Richtung ist jedoch ähnlich:

Ein Buch aus dem J.P. Bachem Verlag beschreibt einen Jakobsweg von Wuppertal aus über Köln nach Aachen. In Remscheid, nahe Wuppertal bin ich geboren und habe dort auch bis zum Abschluss der Grundschule durchgängig gelebt. Man könnte also sagen: ich habe dort meine Kindheit verbracht.

Die Wegbeschreibung des Buches unterteilt die Strecke von Wuppertal bis Aachen in sieben Etappen mit einer Gesamtlänge von 150 km. Den Weg bin ich jeweils an Wochenenden gelaufen, wobei ich mich an den Etappen nur grob orientiert habe. Außerdem habe ich den vorgesehenen Jakobsweg kurz hinter Altenberg verlassen und bin vorbei an Schloss Burg und der Müngstener Brücke direkt nach Remscheid Rheinshagen gelaufen. Der eigentliche Streckenverlauf führt über Remscheid Lennep, was am anderen Ende der Stadt liegt und ich stamme nun mal aus Rheinshagen, nicht aus Lennep. Zudem wollte ich Burg und Brücke, zwei Wahrzeichen der Region, nur ungerne missen.

1. Tag: von Aachen nach Schevenhütte

Dieser Beitrag ist Teil 2 von 6 der Serie Jakobsweg Rheinland

Déjà-vu

”Man sagt, jeder Weg beginne mit dem ersten Schritt. Nun bei mir und dem Jakobsweg war dem vielleicht auch so, aber mehr als die drei oder vier Schritte aus meiner Haustüre hinaus, bin ich zunächst nicht gekommen. Dann hieß es erstmal darauf warten, dass mein GPS genügend Sateliten gefunden hat, damit mir – dem Statistikfanatiker – auch kein Meter durch die Lappen geht. Die Zeit nutzte ich für eine letzte Zigarette bevor es denn wirklich losging. Ich könnte also sagen: mein Jakobsweg begann mit einer Zigarette, danach folgte dann der wahrhaft erste Schritt.” „1. Tag: von Aachen nach Schevenhütte“ weiterlesen

2. Tag: von Schevenhütte nach Götzenkirchen (Horrem)

Dieser Beitrag ist Teil 3 von 6 der Serie Jakobsweg Rheinland

Marathon plus Zugabe

Offenbar hatte ich Angst zu verschlafen, denn ich döste bereits um kurz vor sieben vor mich hin, in der festen Überzeugung es wäre bereits zwei Uhr nachmittags. So im Halbschlaf suchte ich schon nach einer Ausrede, warum ich heute zu Hause bleiben sollte. Als ich die Augen endlich öffnete um dem Schrecken der Uhrzeit ins Gesicht zu blicken, stellte ich jedoch fest, dass ich noch problemlos eine Dreiviertelstunde schlafen konnte.

Da ich ursprünglich plante, zwei Tage zu laufen und nicht wußte, wo ich schlafen würde, nahm ich das volle Gepäck mit, will heißten, den großen Rucksack inkl. Schlafsack, Zelt, Kochgeschirr, etc. Natürlich nicht dieselbe Menge, als würde ich Wochen wegbleiben wollen, aber mehr als die Hälfte schon. „2. Tag: von Schevenhütte nach Götzenkirchen (Horrem)“ weiterlesen