Halb-legale Brückenüberquerung

Dieser Beitrag ist Teil 6 von 8 der Serie Westerwald 2016

Rundwanderung in der Kroppacher Schweiz

Das Zimmer im Hotel hatte einen kleinen Balkon. Da es jedoch keine Klimaanlage hatte, war es zwar nicht überhitzt aber recht warm. Also hab ich die Balkontüre aufgelassen und dachte mir, ich mache sie zu, wenn es mir zu kalt wird. Shadow sah das genauso, nur lag er auf dem Balkon. Zu kalt ist uns beiden nicht geworden. Und da das angekündigte Gewitter sich als ein leichter Sprühregen von 10-15 Minuten Dauer entpuppte, war das auch kein weiteres Problem.


Da es heute mit maximal 19 Grad bedeutend kühler werden sollte, haben wir den Tag ganz langsam angehen lassen und sind bedeutend später los. Auch die geplante Runde durch die Koppacher Schweiz war etwas länger als die Runden der letzten Tage.
Wirklich spektakulär war die Wanderung nicht. Wir starteten auf einem Parkplatz, auf dem wir gestern gewendet hatten, weil wir falsch abgebogen waren.
16-09-16Westerwald01Es ging an einem Mini-Golfplatz vorbei und später an einem Ascheplatz. Das die nicht gesetzlich verboten werden. Ich vermute ja, dass solche Plätze von der Ärzteschaft der Umgebung finanziert werden.
16-09-16Westerwald05Danach ging es entlang der kleinen Nister. Was Shadow sehr gefallen hat. Aber er hat nachfolgenden Hunden noch etwas Wasser übergelassen. Auch an einem Spielplatz sind wir entlang gekommen. Die Gunst der Stunde nutzend, hab ich dort mit Shadow ein wenig trainiert. Er war nach den letzten Tage Hitzeschlaffheit auch mit Feuer und Flamme dabei. Sogar die „Wackelgeräte“ hat er mit Begeisterung mehrfach gemeistert.

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Später kamen wir zu der Stelle wo die kleine Nister in die große (?) mündet. Der Platz ist wirklich malerisch und wir haben ihr zur Pause genutzt.
16-09-16Westerwald13Danach ging es Berg auf zur Hohen Ley. Dort entpuppte sich mein kleiner Schisser als deutlich mutiger, als ich es bin. Er ist bedeutend näher an den Abgrund ran gegangen als ich es mich trauen würde.
16-09-16Westerwald23Kurz drauf kamen wir zu einem alten Schieferbergwerg. Leider hätte man um es ganz zu sehen, über eine Steile Treppe nach unten gemusst. Darum blieb es bei eher oberflächlichen Betrachtungen.
Zurück am Auto hielt ein Backereiwagen neben uns. Scherzhaft meinte ich zu der Fahrerin: „Ein Stück Kuchen und einen Kaffe“. Sie meinte Kochen könne ich haben, Kaffee hätte sie nicht. Ich hatte es für einen Lieferwagen gehalten, war aber ein Verkaufswagen. Also hab ich ein Riesenstück Donauwellen genommen.
Als ich später losfahren wollte, klapperte der Motor wie eine Nähmaschine. Natürlich passiert das Mitten im Urlaub weit weg von zuhause. Also zu einer KFZ-Werkstatt (Freitag um 15:30h!). Der Meister hörte sich das Problem an und meinte es wäre die Kupplung, die wäre hin. Fahren könnte ich noch, wie lange, könne er nicht sagen. Jetzt hoffe ich, dass es noch bis zum Urlaubsende gut geht.
Heute schalfe ich im Landhotel. Einrichtung ist eher etwas veraltet, aber das Essen kann ich nur in den höchsten Tönen loben. Insb. der Hirschgualsch war genau so, wie ich ihn mir vorstelle und nicht im Ansatz zäh, ein echter Knaller. Es gibt hier ein „Ich-kann-mich-nicht-entscheiden-Schnitzel“ mit drei verschiedenen Saucen.
Der Besitzer hat auch zwei Hunde: beides Boxer, Mädel und Rüde. Das Mädel ist noch jung und wurde wohl heute an der Bandscheibe operiert, da sie zu ungestüm ist.
Vor dem Essen sind wir noch eine 4 km Runde gelaufen. Dabei sind wir halb-legal über eine alte Eisenbahnbrücke gegangen. Halb-Legal weil auf der einen Seite ein „Baustelle betreten verboten“-Schild aufgestellt war, auf der anderen nicht. Nicht wirklich konsequent.
Am Nachbartisch tauschen gerade bayrische Mitzwanziger Weisheiten aus:
„Ein Schnitzel ist immer paniert, sonst wäre es ein Steak“ … jetzt bloß nicht laut loslachen.

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