Easy going

Dieser Beitrag ist Teil 5 von 8 der Serie Westerwald 2016

Wäller Seenschleife die 2.

Klingt doch besser als „Westerwälder Seenplatte“ und es läuft einem nicht gleich das Wasser im Munde zusammen, weil man Blutwurst und Schinken vor sich aufgetischt sieht. Spaß beiseite: der Tag gestern war so schön, dass er nach einer Verlängerung schrie. Also haben wir heute die Wäller Seenschleife mit 15,5 km absolviert, bevor wir Richtung Kloster Marienstatt aufgeborchen sind. Der Tag in Kürze: easy going, wenig aufregend, heiß.

16-09-15Westerwald05Auch für heute waren wieder 30 Grad gemeldet. Aber nicht schon um 12-13h sondern erst später um 16-17h. Also wagte ich es und entschied mich für die 15,5 km lange Wanderung der Wäller Seenschleife. Was soll ich sagen: ja, war ein Spaziergang. Nicht anstrengend, nicht aufregend und nichts ansatzweise Spektakuläres zum Bewundern.

Darum war der Mercedes, der einem Feldweg mit maximal 10 km/h entlangfuhr und dabei standhaft seinem Navi folgte, das auf „Fußweg“ eingestellt war, schon ein Höhepunkt. Denn passend zur Wegewahl, war sein gepflegter Zustand und ein echtes Highlight die Farbe: 80er-Jahre-Klodeckel-Würg-Grün aber in Metallic, man kann einfach alles steigern. Es war einer dieser Mercedes, die man erst fahren darf, wenn man nachweislich die Hundert überschritten und vergessen hat, wo der 3. Gang ist. Die 10 km/h waren also wahrscheinlich die zulässige Höchstgeschwindigkeit … Autobahnen eingeschlossen.

16-09-15Westerwald17Wenigstens gegen Ende gab es noch was zu fotografieren: Rinder mit wirklich eindrucksvollen Hörnern. Selbst Shadow war fasziniert, wenn auch zurückhaltend.

Im Anschluss sind wir in den Stöffelpark gefahren, haben den aber nicht besichtigt. Es war einfach zu warm. Stattdessen haben wir am Eingang was getrunken. Shadow hat sich den Bauch voll geschlagen: es war nichts, und damit meine ich nichts, los, weshalb die Rezeptionistin ihm erst ein Leckerchen brachte und dann eine Futterprobe. Mein Futter hat er vorher abgelehnt, die Futterprobe ging weg wie nix, und da er gerade am Fressen war, hab er von seinem auch noch was gefressen. Zum Abschied haben wir noch eine Probe mitbekommen.

16-09-15Westerwald23Auf Empfehlung der Rezeptionistin fuhren wir zum Kloster Marienstatt. Eigentlich kommt das erst morgen auf der Etappe, aber dort könne man schön an der Nister entlang gehen. Das stimmte. Aber Lust hatte Shadow nicht wirklich. Sobald wir die Nister verlassen hatten, wollte er sofort zurück. Darum war es ein kurzer Spaziergang von nicht mal 2 km.

Zum Abschluss ging es noch in die Klostergastronomie Kuchen essen. Von da dann ins Hotel.

16-09-15Westerwald24Das Hotel liegt echt klasse: direkt am Wald und mein Zimmer hat Waldblick. Nur der Hubschrauber, der 2x über 20-30 Minuten über Bad Marienberg gestanden (!) hat, irritiert ein wenig.

 

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